Stahlwerke Harkort
& Eicken GmbH
Wehringhausen, Eckesey und Wetter/Ruhr
- 345 Personen im
Lager Schwanenstrasse
360 Personen im Lager Eckeseyer Strasse
Quelle: CCP
-
- 49 französische
Kriegsgefangene
182 sowjetische Kriegsgefangene
Lager Schwanenstrasse:
2 Franzosen, 31 Polen und 311 "Ostarbeiter"
Lager Eckeseyer Strasse:
76 Belgier, 50 Franzosen, 36 Holländer, 41 Italiener, 17 Jugoslawen,
90 Polen, 2 "Ostarbeiter", 10 Tschechen und 34 Ungarn
Quelle: Statistik über diejenigen ausländischen zivilen Arbeitskräfte, die in der Zeit
vom 03.09.1939 - 08.05.1945 im Stadtgebiet Hagen untergebracht waren, erstellt von der
Stadtverwaltung Hagen im Auftrag der Alliierten Militärregierung und des International
Tracing Service; StadtA Hagen, Bestand Hagen, Akte I und II
- Werk Wetter / Ruhr (September 1944):
785 ausländische Zivilarbeiter, 160 Kriegsgefangene
Quelle: Wientzek, Horst; Wetter - Stadt an der Ruhr, Wetter 1982, S. 204
Dokumentation
Die Harkort & Eicken
Edelstahlwerke GmbH waren seit 1925 bzw. 1931 Teile des Dortmunder Hoesch - Konzerns
und der Vereinigten Stahlwerke AG. 1933/34 wurde die Harkort & Eicken GmbH als
hundertprozentige Hoesch-Tocherfirma gegründet. In den Folgejahre kam es zu einem Ausbau
der beiden Werke in Hagen und Wetter, die innerhalb der Produktionsabläufe eng
zusammenwirkten. Im Sommer 1945 erfolgte die Beschlagnahmung des Werks Wetter/Ruhr durch
die britische Militärregierung, die dort den Reparaturbetrieb der Royal Electrical and
Mechanical Engineers (REME) u.a. für Kampfpanzer einrichtete. 1946 wurde das Werk
Hagen von der Alliierten Militärregierung vom Hoesch-Konzern getrennt und in Stahlwerke
Hagen AG umbenannt. Die 1951 gegründeten Stahlwerke Südwestfalen AG setzten sich aus den
Geisweiser Eisenwerken sowie aus den Firmen Stahlwerke Hagen, Thomée und Brüninghaus
zusammen. Später fusionierten die Stahlwerke Südwestfalen mit dem Krupp-Konzern.
Die beiden Produktionsbetriebe in
Hagen-Wehringhausen / Eckesey sowie in Wetter/Ruhr zählten im Zweiten Weltkrieg zu den
wichtigen Zulieferbetrieben für das Panzerbauprogramm. Gefertigt wurden Gehäuse
und Montageteile für Panzerkampfwagen sowie Zubehör für Geschütze. 1943 fertigten die
Stahlwerke Harkort & Eicken auch Türme und Aufbauten für den Panzer V
"Panther". Im Anfang 1943 übernahm die Firma zusätzlich die Herstellung von
Gehäusen (Aufbauten und Wannen) für die Sturmgeschütz III - Montage. 1943 produzierte
Harkort & Eicken für Sturmgeschütze insgesamt 900 Wannen und 850 Aufbauten, 1944
waren es 1300 Wannen und 1400 Aufbauten. Rund 40% der Gesamtproduktion von Wannen und
Aufbauten für Sturmgeschütze wurden 1944 bei Harkort & Eicken gefertigt.
Quellen
Kriegstagebuch Rüstungskommando
Dortmund 1942-1944;
Bundesarchiv -Militärarchiv Freiburg i.Br., RW 21-14
Kriegstagebuch Rüstungsinspektion VI
Münster 1942-1944;
Bundesarchiv - Militärarchiv Freiburg i.Br., RW 20-6
Literatur
Mönnich, Horst: Aufbruch ins Revier,
München 1962
Mönnich, Horst: Aufbruch ins Revier - Aufbruch nach Europa. Hoesch 1871-1971, Dortmund
1971
Spielmann, Walter J.: Sturmgeschütze. Entwicklung und Fertigung der sPak, Stuttgart 1994
Stahlwerke Südwestfalen AG: Festschrift zum 100jährigen Firmenjubiläum, Hagen 1956
Wientzek, Horst: Wetter - Stadt an der Ruhr, Wetter 1982
Bearbeitet von Ralf Blank |