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Hoesch AG,
Werk Hohenlimburg Abteilungen Kaltwalzwerk und Federnwerk
- 500 Personen im
Lager Herrenstrasse (Nationalität unbekannt)
Quelle: CCP
-
234 Franzosen im Lager Kanalstrasse
42 Niederländer im Lager Karlstrasse 93 "Ostarbeiter" im Lager Ahmer Weg 211 französische Kriegsgefangene im
Lager Ahmer Weg 420 sowjetische Kriegsgefangene im Lager Ahmer Weg
Quelle:
Aufstellung Stadtverwaltung Hohenlimburg, StadtA Hagen,
Best.
Hohenlimburg, Kasten 412, Akte Firmen und
Ausländerlager
- 83 Belgier,
100 Niederländer, 39 Jugoslawen, 20 Litauer, 4 Jugoslawen, 432
"Ostarbeiter",
1 Slowake, 38 Polen Quelle: Zusammenstellung der
in Betrieben und Haushalten im Stadtkreis Hohenlimburg beschäftigt
gewesenen ausländischen Arbeitskräfte, erstellt im Juli/August 1946 auf
Veranlassung der britischen Militärregierung; StadtA Hagen, Bestand
Hohenlimburg, Ordner 15, Akte
Ausländer
Dokumentation
Der als Limburger Fabrik-
und Hüttenverein gegründete Betrieb fusionierte 1907 mit der Dortmunder Hoesch
AG. 1925 nahm der Hohenlimburger Betrieb auch die Fertigung von Automobilfedern
auf. 1949/50 wurde die Blankstahlzieherei im Werk Hohenlimburg auf Veranlassung
der Alliierten Militärregierung demontiert. Nach der Liquidation der Hoesch AG
im Jahre 1950 wurden zwei Jahre später die Hohenlimburger Walzwerke AG
gegründet, die seit 1955 als Hoesch Walzwerke AG firmierten. 1969 erfolgte die
Zusammenlegung dieses Betriebs mit dem Schwerter Profileisenwalzwerk AG und die
Gründung der Hoesch Werke Hohenlimburg-Schwerte AG.
Das Federnwerk
der Hoesch AG im heutigen Hagener Stadtteil Hohenlimburg zählte zu den
wichtigen Zulieferbetrieben für den Bau von Kampfpanzerwagen. In Hohenlimburg
wurden speziellen Drehstabfedern für die Fahrgestelle der Panzer gefertigt.
So kam 1944 ein gutes Drittel sämtlicher Drehstabfedern für Sturmgeschütze
aus dem Hohenlimburger Betrieb der Hoesch AG. Aber auch für die Kampfpanzer
"Tiger", "Königstiger" und "Panther" fertigte das Werk als Hauptlieferant
diese wichtigen Fahrgestellteile an. Die Produktion von Drehstabfedern
war für die deutsche Rüstungswirtschaft und besonders für das
Panzer-Bauprogramm eine Engpass-Fertigung, die eine hohe Priorität einnahm.
Hauptfertigungsstellen für
Drehstabfedern 1939-1945:
- Hoesch AG,
Federnwerk (Hohenlimburg) - Röchling, Eisenwerke (Wetzlar) - Dittmann-Neuhaus (Herbede
bei Wetter/Ruhr)
Neben diesem Produktionssektor lieferte das Werk
Hohenlimburg der Hoesch AG auch Rohteile für die Geschützproduktion
(Panzerkampfwagen und Artillerie), so z. B. Rohre, Bodenstücke und
Verschlussteile.
Quellen
Kriegstagebuch Rüstungskommando
Dortmund 1942-1944; Bundesarchiv -Militärarchiv Freiburg i.Br., RW
21-14
Kriegstagebuch Rüstungsinspektion VI
Münster 1942-1944; Bundesarchiv - Militärarchiv Freiburg i.Br., RW
20-6
Literatur
Mönnich, Horst: Aufbruch ins
Revier, München 1962
Mönnich, Horst: Aufbruch ins Revier - Aufbruch nach Europa. Hoesch 1871-1971,
Dortmund 1971
Spielberger, Walter J.: Sturmgeschütze. Entwicklung und
Fertigung der sPak, Stuttgart 1994
Spielberger, Walter, J.: Der Panzer-Kampfwagen Tiger und
seine Abarten, Stuttgart 1994
(RB)
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