Zwangsarbeit
in Rheinland und Westfalen
1939 - 1945
Zwangsarbeiter-Ausstellung
wird in Italien gezeigt
Die Ausstellung
"Zwangsarbeit in Rheinland und Westfalen, 1939-1945" des
Historischen Centrums wird jetzt in neun italienischen Städten
gezeigt, darunter Turin und Como. Möglich geworden ist dieses
Projekt durch die Zusammenarbeit mit der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule
in Hagen.
Ursprünglich
wurde die Ausstellung "Zwangsarbeit in Rheinland und Westfalen
1939-1945" vom Historischen Centrum konzipiert für die
Präsentation in insgesamt 10 nordrhein-westfälischen Städten.
Sie ist das Ergebnis eines zweijährigen Forschungsprojektes
des Historischen Centrums Hagen, das neben vielen bis dahin unbekannten
Quellen und Dokumenten auch die Aussagen und Erinnerungen ehemaliger
Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen umfaßte. Aus den Reihen
der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter erfuhr die
Ausstellung viel Aufmerksamkeit, Anerkennung und Zuspruch. Besonders
begrüßten sie, daß die Ausstellung sich insbesondere
an Schüler und Schülerinnen richtete, denn der Dialog
mit der jüngeren Generation lag den Betroffenen sehr am Herzen.
Auch die Fritz-Steinhoff-Gesamtschule hat sich
intensiv mit dem Thema Zwangsarbeit beschäftigt. Im Vordergrund
standen hier vor allem italienische Zwangsarbeiter.
Möglich
geworden ist die Präsentation der Ausstellung in Italien durch
das Engagament von Dr. Luigi Rossi, der als Lehrer an der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule
arbeitet und sich seit längerem mit italienischen Zwangsarbeitern
beschäftigt. Bei seinen Kontakten nach Italien wurde der Wunsch
an ihn herangetragen, die Ausstellung auch dort zu zeigen. Rossi
nahm Kontakt zum Historischen Centrum auf, und dort war man bereit,
die umfangreichen Umgestaltungen der Ausstellung zu übernehmen.
Rossi übersetzte die Texte ins Italienische und so konnten
die Infotafeln überarbeitet und neu gestaltet werden. Das gleiche
gilt auch für die Werbematerialien, wie Plakat und Info-Broschüre.
Um die Ausstellung speziell auf die italienischen Verhältnisse
abzustimmen, wurde die Situation der italienischen Zwangsarbeiter
weiter herausgearbeitet und dokumentiert.
Im September
geht die Ausstellung dann auf die Reise nach Italien und wird dort
bis zum Oktober 2004 in neun verschiedenen Stationen zu sehen sein.
Die zahlreichen noch lebenden italienischen Zwangsarbeiter erwarten
die Präsentation schon mit Spannung. Für viele ist die
Aufarbeitung von deutscher Seite Teil einer späten Wiedergutmachung,
zeigt sie doch, daß das Schicksal der Zwangsarbeiter in Deutschland
nicht in Vergessenheit geraten ist.
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