Bionik – Zukunftstechnik lernt von der Natur
2. September 2001 – 24. Februar 2002

Bitte beachten: Die Ausstellung ist beendet!
Weitere Stationen

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Veranstaltungen und Museumspädagogik

Im Rahmen seines Ausstellungsprogramms bietet das Stadtmuseum Hagen eine grosse Themenvielfalt an. Mit der Ausstellung "Bionik - Zukunfts-Technik lernt von der Natur" ist es gelungen, auch dem naturwissenschaftlich interessierten Publikum in Hagen und in Nordrhein-Westfalen eine interessante Ausstellung zu präsentieren. Ergänzt wird diese durch ein attraktives Begleitprogramm mit zahlreichen Veranstaltungen. Eine Vortragsreihe mit namhaften Wissenschaftlern aus dem In-und Ausland vertieft einzelne Themen der Ausstellung. Die Vorträge richten sich an ein naturwissenschaftlich interessiertes Publikum, das keine besonderen Vorkenntnisse besitzen muss, bietet aber auch den Fachleuten interessante Aspekte und neue Erkenntnisse. Alle Vorträge finden im Veranstaltungssaal des Historischen Centrums statt. Führungen und für Schulklassen aller Schulformen stattfindende museumspädagogische Aktionen mit dem besonderen Pfiff vermitteln das Thema Bionik auf spezielle Art und Weise. Der besondere Clou für Kinder ist die Möglichkeit, den Geburtstag im Museum zu feiern. Gefeiert wird auch beim diesjährigen Museumsfest in und um das Historische Centrum am 16. September. Über Ihren Besuch der Ausstellung hinaus würde sich das Historische Centrum freuen, Sie auch bei einer der zahlreichen die Ausstellung begleitenden Veranstaltungen begrüssen zu können.

Möchten Sie das Veranstaltungsprogramm in der Printausgabe zugesendet bekommen? Dann senden Sie uns bitte eine Nachricht. Führungen können Sie auch online anmelden. Bitte benutzen Sie dann das Kontaktformular.

Vorträge

Prof. Dr. Werner Nachtigall:
Bionik. Was ist das? Was soll das? Was bringt das?
Mittwoch, 24.10.2001, 19.00 Uhr

Die Technische Biologie erforscht und beschreibt biologische Fragestellungen mit Hilfe der physikalisch-technischen Disziplinen. Die Bionik überträgt solche Ergebnisse der Grundlagenforschung in die technische Anwendung. Beide Aspekte gehören zusammen, wenn es darum geht, Erkenntnisse über biologische Konstruktionen, Verfahrensweisen und Evolutionsprinzipien für den Menschen nutzbar zu machen. Mit diesen drei Begriffen sind bereits die Kategorien genannt, um die es der Bionik geht. Der grundlegende Vortrag nennt hierfür anschauliche Beispiele, wobei der Schwerpunkt bei den Konstruktionen liegt. Auch bereits umgesetzte Anwendungen bionischer Prinzipien werden aufgezeigt: reibungsvermindernde "Haifischhaut" für den Airbus und der "Lotuseffekt" zur Selbstreinigung von Oberflächen. Darüber hinaus wird die Philosophie herausgearbeitet, die hinter derartigen Forschungs- und Übertragungsaspekten liegt. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Biologie und Technik in der Praxis ablaufen? Wohin kann sie führen? Kann es zu einer Synthese kommen, die einen Baustein für eine "Überlebens-strategie" darstellt?

Prof. Dr. Werner Nachtigall
Studium der Naturwissenschaften mit anschliessender Promotion über ein bewegungsphysiologisch-biophysikalisches Thema mit bionischer Bedeutung und Habilitation über Flugbiophysik. Mitarbeit an verschiedenen Instituten und in zahlreichen Gesellschaften. 1969 Direktor des Zoologischen Instituts der Universität des Saarlandes. 1989 Aufbau der Studienrichtung "Technische Biologie und Bionik" an der Universität des Saarlandes. Verstärkte Forschung in der Bionik. Seit 1992 Arbeiten auf dem Gebiet der Technischen Biologie, Flugbiomechanik und Bionik. Träger zahlreicher Preise und Ehrungen, so z.B. der Baupreis der Fritz-Bender-Stiftung (München) für ein baubionisches Projekt (1996). Verfasser von über 300 wissenschaftlichen Publikationen. Autor von 31 Büchern.

 

Dipl.-Ing. Jürgen W. Hennicke:
Natürliche Konstruktionen. Zur Architektur mit Membranen, Netzen und Gittern.
Dienstag, 13.11.2001, 19.00 Uhr

Es gibt viele Wege der Architektur: Leicht und natürlich Bauen ist einer davon. Zelte, Seilnetze, Pneus, Baumstützen und Gitterschalen sind massearme und weitspannbare Tragkonstruktionen, die eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt von gestalterischen, konstruktiven und funktionalen Möglichkeiten bieten. Ihre Formen entstehen - weitgehend selbstbildend - in experimentellen (und im Computer nachvollziehbaren) Entwurfsprozessen, die auf physikalischen und chemischen Gesetzmässigkeiten beruhen, wobei Form und Konstruktion eine untrennbare Einheit bilden. Unabhängig davon, ob materiell oder genetisch determiniert, basieren die Entstehungsprozesse der Formen und Konstruktionen in der lebenden und nicht lebenden Natur prinzipiell auf den gleichen oder zumindest ähnlichen Gesetzen. Es geht bei dieser von Prof. Frei Otto begründeten Architekturauffassung darum, die herkömmlichen Möglichkeiten des Bauens mit einem gewandelten Naturverständnis zu überdenken und durch eine neue Vorgehensweise beim Entwerfen zu erweitern. Hinter diesem Bemühen steht die Zielvorstellung, mit natürlichen Konstruktionen einer Architektur näher zu kommen, die die Bedürfnisse der Menschen nachhaltiger erfüllen kann, weil sie weniger störend und zerstörend in die Umwelt eingreift.

Dipl.-Ing. Jürgen W. Hennicke
Studium Bauingenieurwesen mit Architektur, Kunstgeschichte und Mathematik in Karlsruhe, Heidelberg und Stuttgart. Seit 1968 Mitarbeiter am Institut für leichte Flächentragwerke (IL) der Universität Stuttgart: Mitarbeiter und Stellvertreter von Prof. Frei Otto (bis 1991) und Prof. Werner Sobek (seit 1994). Forschungen und Lehre zu Form und Konstruktion von Zelten, Seilnetzen, Pneus, Gitterschalen, Baumstützen/Biologie und Bauen/Natürliche Konstruktionen. Beratung, Entwurf und Ausführung von Leichtbauprojekten. Gastprofessuren in Europa (D/CH/GB/GR) und in Übersee (AUS/J/IL/MEX/USA/ZA). Zahlreiche Publikationen.

 

Dr. Michael Herdy:
Anwendung der Optimierungsmethode der biologischen Evolution in der Technik. 
Von optischen Systemen über Gummidichtungen zu Kaffeemischungen.
Donnerstag, 29.11.2001, 19.00 Uhr

Es gibt nachweisbar Optimallösungen innerhalb der Biosysteme. Mit der Evolutionsstrategie wird diese Optimierungsmethode der Biologie erfolgreich bei der Verbesserung technischer Systeme angewandt, indem die wesentlichen Mechanismen der biologischen Evolution wie etwa Mutation, Selektion und sexuelle Fortpflanzung nachgeahmt werden. Inzwischen hat sich die Evolutionsstrategie in vielen Bereichen als robustes Optimierungsverfahren etabliert. Im Vortrag wird zunächst der Algorithmus vorgestellt, nach dem die Evolutionsstrategie arbeitet. Anhand mehrerer Beispiele wird dann in Computerdemonstrationen die Anwendung der Evolutionsstrategie auf verschiedene Klassen von Optimierungsproblemen gezeigt: Aus einer Glasscheibe wird eine perfekt fokussierende Sammellinse, und es entstehen Brücken mit minimalem Gewicht. Ein Handelsreisender spart Reisekosten und Rubik'sche Würfel werden mit der Evolutionsstrategie gelöst. Es wird beschrieben, wie evolutionsstrategisch das richtige Mischungsverhältnis aus mehreren verschiedenen Kaffeesorten gefunden wird, damit ein Markenkaffee sein typisches Aroma bewahrt und wie die Lage von Karosserieteilen in der Tiefziehpresse optimiert wird.

Dr. Michael Herdy
Von 1989 bis 1997 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Ingo Rechenberg am Fachgebiet Bionik und Evolutionstechnik der Technischen Universität Berlin. Von 1998 bis 1999 als Mitarbeiter der Firma Iteration GmbH mit der Anwendung von Evolutionsstrategien auf industrielle Optimierungsprobleme beschäftigt. 1999 Promotion. Seit Ende 1999 Mitarbeiter der INPRO Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH. Arbeitsschwerpunkt ist derzeit die Anwendung der Evolutionsstrategie und anderer Optimierungsverfahren in unterschiedlichen Bereichen des Automobilbaus, von Lackrezepturen bis zum Pressen von Kotflügeln. Das weiterhin vorhandene Forschungsinteresse gilt dem weiten Gebiet der Bionik, bei der Resultate der biologischen Evolution in die Technik übertragen werden, vor allem aber den evolutionären Algorithmen wie der Evolutionsstrategie.

 

Prof. Dr. Wilhelm Barthlott:
Der Lotus-Effekt. Biologische Grundlagenforschung und die Entwicklung bionischer selbstreinigender Oberflächen.
Dienstag 11.12.2001, 19.00 Uhr

Pflanzliche und andere biologische Oberflächen sind nur selten glatt. Meist weisen sie mikroskopische Reliefs von unerwarteter Komplexität aus. Es gibt biologische Oberflächen wie die Blätter der Lotusblume (buddhistisches Symbol der Reinheit), die nicht nur extrem unbenetzbar mit Wasser sind, sondern an denen sich auch keinerlei Schmutzpartikel festhaften können - seien es Staub, Pilzsporen oder Diesel-Russ. Biologische ultraphobe Oberflächen wurden in Jahrmillionen von Experimenten von Versuch und Irrtum optimiert. Sie lassen sich nachbauen - mit einer für den Techniker überraschenden Konsequenz: rauhe Oberflächen bleiben sauberer als glatte, wenn man eine ganz bestimmte ultrastrukturelle Dimension einhält. Die Ergebnisse botanischer Grundlagenforschung lassen sich technisch nutzen, dafür wurde 1998 ein europäisches Patent erteilt. Zahlreiche Folgemeldungen sind erfolgt. Die technologische Umsetzung erfolgt in einem Verbund von derzeit 11 Industrieunternehmen und hat zu ersten erfolgreichen Produkten geführt.

Prof. Dr. Wilhelm Barthlott
Studium der Biologie, Chemie, Physik und Geographie mit anschliessender Promotion. Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Systematische Botanik und Pflanzengeographie der Universität Heidelberg. 1981 Habilitation, anschliessend Professor am Institut für Systematische Botanik und Pflanzengeographie der Freien Universität Berlin. Seit 1985 Professor und Direktor am Botanischen Institut und des Botanischen Gartens der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Forschungsgebiete sind: Elektronenmikroskopie pflanzlicher Oberflächen; Benetzbarkeit und Verschmutzbarkeit biologischer Oberflächen und deren Veränderungen durch Tenside; technische Entwicklung biomimetischer, künstlicher, "intelligenter", unverschmutzbarer Oberflächen. Systematik der Blütenpflanzen. Tropenökologie und Biodiversität. Über 240 Publikationen, darunter etwa ein Dutzend Bücher. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise, so etwa Phillip-Morris-Forschungspreis (1999), Deutscher Umweltpreis (1999) und GlobArt Award (2001).

 

Dr. Rudolf Bannasch:
Strömungsbionik. Verblüffende Lösungen aus der Natur.
Dienstag, 8.1.2002, 19.00 Uhr

Tollpatschige Pinguine? Mitnichten, als Unterwasserflieger sind sie im Meer wohl jedem technischen Gerät überlegen. Wie bei den Pinguinen hatte die belebte Natur im Verlauf der Evolution eine Reihe von Problemen zu lösen, vor denen heute in gleicher oder ähnlicher Weise auch die Konstrukteure von Land-, Luft- und Wasserfahrzeugen stehen. Die Bionik sucht nach Wegen, naturerprobte Mechanismen auch für technische Weiterentwicklungen nutzbar zu machen. Aus dem Spezialgebiet der Strömungsbionik werden neueste Erkenntnisse von fliegenden und schwimmenden Tieren vorgestellt. Computersimulationen und physische Experimente zur Widerstandverminderung und Turbulenzreduzierung sowie auch zur Geräuschdämpfung bei umströmten Körpern, an Grenzflächen, Trag- und Leitstrukturen und in geschlossenen Systemen werden vorgestellt. Die schöpferische Umsetzung bionischer Prinzipien in die Technik führt mitunter auch zu völlig neuartigen Lösungen, die rein äusserlich kaum noch etwas mit den ursprünglichen Naturvorbildern gemein haben. Die Evolution geht auch in der Technik weiter.

Dr. Rudolf Bannasch
Studium der Biologie, Tier- und Humanphysiologie. Biomechaniker am Institut für Wirbeltierforschung der Akademie der Wissenschaften, Berlin (Ost). 1990 Wechsel zum Fachgebiet Bionik und Evolutionstechnik der TU Berlin. Leiter zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsprojekte, insbesondere in den Bereichen Strömungsbionik, Konstruktionsbionik, Bio-Sensorik, Robotik und Kommunikationsbionik. Seit August 2000 Geschäftsführer der Evo Logics GmbH und seit Juni 2001 Koordinator des Bionik-Kompetenznetzes. Gastvorlesungen an zahlreichen in- und ausländischen Universitäten. Über 100 wissenschaftliche Publikationen und 5 Bionik-Patente.

 

Dr. Wolfgang Send:
Vom Vogelflug zum Düsenklipper. Experimentalvortrag zur Physik des Fliegens.
Mittwoch, 16.1.2002, 19.00 Uhr

Der Traum vom Fliegen hat die Menschheit beflügelt und ihre Fantasie angeregt, soweit wir in die Geschichte zurückblicken können. Aber erst das ausgehende 19. Jahrhundert mit den systematischen Gleitflügen Otto Lilienthals und der erste Motorflug zu Anfang des 20. Jahrhunderts haben das Wunder des Fliegens der Natur entrissen, seine Gesetzmässigkeiten aufgedeckt. Die Triebwerke von Flugzeugen zur Überwindung des Luftwiderstandes haben in den "Triebwerken" der Vögel und Insekten zwar kein Vorbild, aber es lohnt sich, die Fähigkeiten der fliegenden Lebewesen zur optimalen Anpassung zu studieren und ihre Strategien in technische Lösungen zu übertragen. Adaptive Tragflächen sind seit einigen Jahren ein Synonym für neue Ideen im Flugzeugbau geworden. Der Vortrag beginnt bei den Anfängen und erklärt mit Experimenten die physikalischen Grundlagen des Fliegens und die Fähigkeit der Lebewesen, mit ihren Flügeln Schubkraft zu erzeugen. Zentrale Fragen bei der Entwicklung moderner Transportflugzeuge wie das technisch bedeutsame und gefährliche Flugzeugflattern werden im Experiment erläutert. Ein Blick in die aktuelle Forschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zur Adaption bei Tragflächen moderner Verkehrsflugzeuge zeigt, wie die Strategien in der Natur auch Vorlagen für technische Entwicklungen liefern können.

Dr. Wolfgang Send
Wolfgang Send ist Physiker und seit 1976 Wissenschaftler beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt am Standort Göttingen. Sein Arbeitsgebiet ist die Strömungsmechanik und Strukturmechanik von Luftfahrzeugen im Institut für Aeroelastik. Interesse am Fliegen in der Natur hat seit 1985 eine Zusammenarbeit mit Zoologen an der Universität Göttingen begründet mit Vorlesungen zur Aerodynamik des Tierflugs.

 

Prof. Dr. Nicolas Franceschini:
Von der Fliege zum Roboter.
Montag, 28.1.2002, 19.00 Uhr

Die Fliege bietet ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie ein Flügel auf Grund der Signalverarbeitung in einem Nervensystem gesteuert werden kann. Der Vortrag zeigt, wie die biologischen Kenntnisse dieser Vorgänge die Konstruktion eines 10 kg schweren Roboters ermöglicht, der in der Lage ist sein Ziel schnell zu erreichen und dabei jedes Hindernis durch ein der Fliege nachgeahmtes Facettenauge überwinden kann. Ebenfalls wird ein viel kleinerer, kaum hundert Gramm schwerer, sehender Luftroboter vorgestellt, der Objekte an der Wand mit hoher Auflösung erkennen kann und sich dabei im Raum stabilisiert. Gesichtspunkte der Neuroethologie, der Signalverarbeitung in Nervensystemen, der optischen Architektur sowie neuronalen Architektur von Sehsystemen werden aufgezeigt. Hierbei ist die Bionik der Signalverarbeitung auf zwei Ebenen fruchtbar. Einerseits entsteht dabei ein physikalisches Modell, das mit der realen Welt kompatibel sein soll und aus dem der Biologe interessante Rückschlüsse und Ideen ziehen kann. Andererseits kann diese Strategie dem Design autonomer Roboter (und damit zukünftiger Fahrzeuge, Flugzeuge, Raumschiffe usw.) dienen, indem auf Millionen Jahre Erfahrung der Evolution zurückgegriffen wird.

Prof. Dr. Nicolas Franceschini
Studium der Elektrotechnik mit anschliessender Promotion am Polytechnikum Grenoble - Frankreich. Danach Studium der Bio-und Neurophysiologie an der Universtiät Tübingen und insgesamt neunjährigem Forschungsaufenthalt am dortigen Max-Planck-Institut. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich baute er die neuro-kybernetische Forschungsgruppe am Nationalen Forschungsinstut C.N.R.S. in Marseille auf, dessen Leiter er heute ist. Zahlreiche Veröffentlichungen in Neurokybernetik sowie zahlreiche Auszeichnungen und Preise, z. B. den Preis der Französischen Akademie der Wissenschaften (1989). Mitglied der Academia Europaea.

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Exkursionen

Besuch des Zoologischen Gartens Wuppertal
(begrenzte Teilnehmerzahl, Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung)
Sonntag, 30.9.2001, 13.00 Uhr

Zahlreiche Tiere verfügen über Eigenschaften, die zum Vorbild für technische Anwendungen geworden sind. Oftmals sind diese nicht als "Kopie" des natürlichen Vorbilds entstanden, sondern unabhängig davon. Gleichwohl haben Natur und Technik häufig ähnliche Lösungen gefunden. Wo liessen sich die Vorbilder besser studieren, wenn nicht an den Tieren selbst. Im Mittelpunkt der Exkursion in den Zoologischen Garten der Stadt Wuppertal steht eine fachkundige Führung unter bionischem Aspekt. Die Körperform der Pinguine, der Vogelflug und viele weitere interessante Erscheinungen werden Thema sein. Im Anschluss an die Führung bzw. davor besteht noch Gelegenheit, den Zoo auf eigene Faust zu entdecken.

Abfahrt:
30.9.2001, 13.00 Uhr am Stadtmuseum Hagen, Wippermann- Passage, Eilper Str. 71 - 75
Rückkehr:
ca. 18.30 Uhr
Anmeldung ab 5.9.2001: Telefon 02331/207 2713,
montags - freitags von 8.00 -16.00 Uhr
Preis:
15,00 / 10,00 DM für Erwachsene/Kinder bis 14 Jahre

 

Besuch des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität Bochum
(begrenzte Teilnehmerzahl, Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung)
Dienstag, 9.10.2001, 13.15 Uhr

Der Botanische Garten der Ruhr - Universität Bochum beherbergt auf 13 ha etwa 50.000 Pflanzen in 12.000 Arten. Viele davon sind für die Bionik von Interesse. In einer fachkundigen Führung werden Pflanzen vorgestellt, an denen gezeigt werden kann, dass die Natur mit ihren Ausformungen in einer technischen Anwendung ihre Entsprechung gefunden hat. Dabei sind technische Lösungen nicht immer als "Kopie" ihres natürlichen Pendants entstanden, gleichwohl sind aber Natur und Technik bei der Bewältigung anstehender Probleme oftmals zu gleichen oder ähnlichen Lösungen gelangt. Der Botanische Garten bietet interessante Beispiele dafür, wie die Natur bestimmte Probleme gelöst hat. Zu sehen sein werden unter anderem Faltstrukturen, die Palmblätter gegen Belastungen des Windes besonders stabil machen, Seerosenblätter mit Tragekonstruktionen auf der Unterseite und viele weitere interessante Pflanzen. Im Anschluss an die Führung besteht noch Gelegenheit, den Botanischen Garten auf eigene Faust zu entdecken.

Abfahrt:
9.10.2001, 13.15 Uhr am Stadtmuseum Hagen, Wippermann-Passage, Eilper Str. 71 - 75
Rückkehr:
ca. 18.00 Uhr
Anmeldung ab 24.9.2001: Telefon 02331/2072713,
montags - freitags von 8.00 - 16.00 Uhr
Preis:
10,00 / 5,00 DM für Erwachsene/Kinder bis 14 Jahre

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Museumsfest

Aus aktuellem Anlass und aus Respekt vor den Opfern des Terroranschlages in New York und Washington ist das für den 16. September 2001 geplante Museumsfest ausgefallen.

Historisches Centrum presents: Museum & Friends
Das grosse Museumsfest rund um das Historische Centrum
Sonntag, 16.9.2001, 11.00 - 18.00 Uhr

Nach dem grossen Erfolg des letztjährigen Museumsfestes zum Thema "Indianer" wird auch in diesem Jahr wieder ein buntes Fest stattfinden. Diesmal steht die Bionik im Mittelpunkt. Das Thema der Ausstellung wird damit für das Museumsfest aufgegriffen und durch weitere Attraktionen vertieft. So werden beispielsweise vom Institut für Leichte Flächentragwerke der Universität Stuttgart bis zu 10 Meter hohe pneumatische Architektur-Installationen aus Schläuchen aufgebaut, die ähnlich biologischen Zellstrukturen durch inneren Überdruck stabilisiert und in Form gehalten werden. Aus Paris reist die bekannte Architektin Biruta Kresling an, die sich von Faltstrukturen der Natur, z. B. sich entfaltende Blätter, Blüten und Insektenflügel, inspirieren lässt. Sie wird mit den Besuchern verblüffende Konstruktionen realisieren. In der Ausstellung wird ein Laufroboter vorgeführt und Versuche zur Wölbstrukturierung werden gezeigt. Natürlich kommen auch die Kinder nicht zu kurz. Ein tolles Programm wird ihnen viel Spass bereiten und gleichzeitig spannende Aspekte der Bionik vermitteln. Auf der Bühne wird über den ganzen Tag ein buntes Programm mit Musik, Tanz und lustigen Darbietungen, an denen sicherlich die Kinder besondere Freude haben werden, stattfinden. Das Ballettstudio Burkhardt und die Malschule Malewicht & Co. beteiligen sich ebenfalls an dem Fest und werden mit interessanten Aktionen zum guten Gelingen des Festes beitragen. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Spiel, Spass und Unterhaltung werden also auch in diesem Jahr nicht zu kurz kommen. Lassen Sie sich das attraktive Ereignis nicht entgehen, und kommen Sie zum Museumsfest rund um das Historische Centrum.

Rückblick: Museumsfest 2000 (Thema "Indianer")

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Aktionstage Bionik

An jedem zweiten Sonntag im Monat finden im Stadtmuseum besondere Aktionstage zur Bionik-Ausstellung statt. Das Angebot richtet sich besonders an Familien mit Kindern. In der Ausstellung werden verschiedene Experimente vorgeführt und verständlich erklärt. Bei einigen der Versuche können die Kinder auch selbst aktiv werden, so wird der Ausstellungsbesuch zu einem besonderen Erlebnis. Für Kinder finden interessante Bastelaktionen statt. An praktischen Beispielen wird gezeigt, wie man Beobachtungen aus der Natur phantasievoll umsetzt. Die zusätzlichen Aktionen sind im Eintritt enthalten.

Termine

  • Sonntag, den 9. September, 14.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, den 14. Oktober, 14.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, den 11. November, 14.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, den 9. Dezember, 14.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, den 13. Januar, 14.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, den 10. Februar, 14.00 bis 17.00 Uhr

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Führungen durch die Ausstellung

"Der Haifisch, der hat Zähne" - das ist allgemein bekannt. Aber der Haifisch hat auch eine ganz besondere Haut, und für die interessieren sich die Bionik-Wissenschaftler ganz besonders. Was es mit der Haifischhaut auf sich hat, wie sie technisch genutzt wird und was Bionik überhaupt ist, können Sie bei einer Führung durch die Ausstellung "Bionik - Zukunfts-Technik lernt von der Natur" herausfinden. Bei der Ausstellungsführung erfahren Sie einiges über das junge Forschungsgebiet Bionik. An ausgewählten Beispielen und Objekten wird gezeigt, womit sich die Bionik beschäftigt und wie Biologen und Ingenieure zusammen an technischen Lösungen arbeiten. Darüber hinaus erfahren Sie, welche grossen Ressourcen noch in der Natur stecken und wie sie genutzt werden können. Sie werden einen Blick in die Zukunft werfen und sehen, welche Chancen in der Bionik stecken. Viele Vorführungen und interessante Objekte lassen die spannende Führung zu einem Erlebnis werden.

Die Führung für maximal 25 Personen dauert etwa eine Stunde und kostet 50,00 DM zuzüglich des Eintritts.

Anmeldungen für Führungen nimmt das Stadtmuseum Hagen unter Telefon (02331) 207-2713 entgegen. Führungen und Kindergeburtstage können auch ausserhalb der üblichen Öffnungszeiten stattfinden.

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Führungen für die Primarstufe

Die Ausstellung "Bionik - Zukunfts-Technik lernt von der Natur" bietet eine Fülle von Themen aus Natur und Technik. Aus der grossen Auswahl von Themen wurde eine spannende Schwerpunktführung zusammengestellt. Der Ausstellungsrundgang konzentriert sich auf die drei unten genannten Themen. Da während der Führung nicht auf alle Themen und Objekte der Ausstellung eingegangen werden kann, ist es sinnvoll, nach der Führung den Schülern noch etwas Zeit zu geben, damit sie die Ausstellung selbständig entdecken können.

  • Fliegen
    Wie fliegen Vögel und Flugzeuge? Die Schüler und Schülerinnen erfahren, wie sich der Mensch den Traum vom Fliegen erfüllt hat. Ein Versuch veranschaulicht den Schülern und Schülerinnen das schwierige Thema Fliegen.
  • Laufen
    Warum haben Tiere keine Räder und welche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen einem Laufroboter und einer Stabheuschrecke?
  • Falten
    Die Natur ist ein Meister der Falttechnik. Wo wird in der Natur gefaltet und wozu dient das Falten in der Technik? Ein Versuch zeigt den Schülern und Schülerinnen Anwendungsmöglichkeiten für die Falttechnik.

Diese und weitere interessante Fragen werden während der Führung beantwortet. Durch anschauliche Objekte, Vorführungen und Versuche wird die Führung zu einem Erlebnis für die ganze Klasse. Im Anschluss an die Führung können die Schüler und Schülerinnen die Ausstellung noch einmal für sich entdecken oder einen der interessanten Filme im Ausstellungskino sehen. Am grossen Memory zur Bionik können die Schüler und Schülerinnen ihr Wissen zur Bionik testen.

Die Führung für eine Klasse dauert etwa eine Stunde und kostet 40,00 DM zuzüglich des Eintritts von 4,- DM pro Schüler/Schülerin.

Anmeldungen für Führungen nimmt das Stadtmuseum Hagen unter Telefon (02331) 207-2713 entgegen.

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Führungen für die Sekundarstufe I

Die Ausstellung zur Bionik bietet Raum für viele Themen, und an den unterschiedlichsten Themen können die Prinzipien der Bionik erklärt werden. Deshalb bietet das Stadtmuseum eine Reihe von Themenführungen an. Jede Themenführung besteht aus einer Einführung in die Bionik, Erklärungen und Versuchen zum gewählten Thema sowie Beispielen für die Anwendung der Bionik an Hand des Themas.

Themenführungen

1. Fliegen und Schwimmen
Wie fliegen Vögel, und wie hat der Mensch das Fliegen "gelernt"? Warum wird am Pinguin und am Hai geforscht, um das Fliegen zu verbessern? Diese und weitere spannende Fragen werden während der Führung beantwortet.

2. Laufen und Greifen
Als eine der wichtigsten Erfindungen des Menschen gilt das Rad. Welche Vorteile die Bewegungsorgane Beine gegenüber Rädern bei Robotern haben können, und bei wem die Forscher dabei abgucken, das erfährt man bei dieser Führung.

3. Erkennen
Manche Tiere orientieren sich mit Schallwellen. Wie das funktioniert und wie ähnliche Verfahren technisch genutzt werden, wird bei dieser Führung erklärt. Ein weiteres Thema ist das Facettenauge von Insekten.

4. Bauen
Der Aufbau von Pflanzen und Tierskeletten gilt als meisterliche Konstruktion. Mit bionischem Bauteildesign versucht man, diese erstrebenswerten Eigenschaften auf technische Konstruktionen zu übertragen.

5. Falten und Verpacken
Die Natur ist ein Meister im Falten und ein grosser Ver-packungskünstler. Mit neuen Techniken werden einige der Kunstgriffe der Natur nachgeahmt.

6. Nutzen und Schonen
Die Sonne ist unser grösster Energielieferant. Um Energievorräte zu schonen und neue Energiequellen zu erschliessen, schauen die Wissenschaftler auf die Natur.

Durch anschauliche Objekte, Vorführungen und Versuche wird jede Führung zu einem Erlebnis für die ganze Klasse. Im Anschluss an die Führung können die Schüler und Schülerinnen die Ausstellung noch einmal für sich entdecken oder einen der interessanten Filme im Ausstellungskino sehen.

Die Führung für eine Klasse dauert etwa eine Stunde und kostet 40,00 DM zuzüglich des Eintritts von 4,- DM pro Schüler/Schülerin.

Anmeldungen für Führungen nimmt das Stadtmuseum Hagen unter Telefon (02331) 207-2713 entgegen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob das Thema bereits im Unterricht behandelt wurde, damit die Führung optimal abgestimmt werden kann.

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Führungen für die Sekundarstufe II

Die Ausstellung zur Bionik bietet Raum für viele Themen, und an den unterschiedlichsten Themen können die Prinzipien der Bionik erklärt werden. Deshalb bietet das Stadtmuseum eine Reihe von Themenführungen an. Jede Themenführung besteht aus einer Einführung in die Bionik, Erklärungen und Versuchen zum gewählten Thema sowie Beispielen für die Anwendung der Bionik an Hand des Themas.

Themenführungen

1. Laufen und Greifen
Die bionische Robotik studiert die Methodik und Steuerung natürlicher Laufapparate, etwa bei Insekten, und nutzt diese Erkenntnisse zum Bau von Laufmaschinen. Die Führung geht der Frage nach, wie der Laufapparat bei Insekt und Roboter funktioniert.

2. Erkennen
Durch Forschungen am Facettenauge von Insekten haben Wissenschaftler ein neuartiges Sehsystem für Roboter entwickelt. Schwerpunkt dieser Führung ist die neuronale Informationsverarbeitung am BeispielSehen" bei Mensch und Fliege sowie die Übertragung der Erkenntnisse auf einen Roboter.

3. Bauen
Die Natur versucht, mit möglichst geringem Materialaufwand zu bauen. Architekten und Ingenieure versuchen das nachzuahmen. Um Minimalflächen zu bekommen, nutzen sie Seifenhäute zwischen Metallrahmen.

4. Nutzen und Schonen
Die Sonne ist unser grösster Energielieferant. Um das Sonnenlicht auch für den Menschen als Energiequelle zu nutzen, wird an der Entwicklung neuartiger Solarzellen nach dem Prinzip der Photosynthese gearbeitet.

5. Optimieren
Die Natur hat mit Hilfe der Evolutionsstrategie optimal angepasste Lebewesen entwickelt. Für die Lösung technischer Probleme werden teilweise die gleichen Strategien genutzt, um zu einem technisch optimierten Produkt zu kommen.

Durch anschauliche Objekte, Vorführungen und Versuche wird jede Führung zu einem Erlebnis für die ganze Klasse. Im Anschluss an die Führung können die Schüler und Schülerinnen die Ausstellung noch einmal für sich entdecken oder einen der interessanten Filme im Ausstellungskino sehen.

Die Führung für eine Klasse dauert etwa eine Stunde und kostet 40,00 DM zuzüglich des Eintritts von 4,- DM pro Schüler/Schülerin.

Anmeldungen für Führungen nimmt das Stadtmuseum Hagen unter Telefon (02331) 207-2713 entgegen.

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