| Teofila
Reich - Ranicki Bilder aus dem Warschauer Ghetto Stadtmuseum Hagen
im Historischen Centrum |
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Zu
den wenigen Überlebenden des Warschauer Ghettos gehören Teofila und
Marcel Reich-Ranicki. Über 400.000 Menschen waren hier seit November
1940 auf engstem Raum zusammengetrieben worden. Vom Rest der Stadt
strikt getrennt, starben im sogenannten "jüdischen
Wohnbezirk" jeden Monat Tausende durch Hunger, den Terror der
deutschen Besatzung und aufgrund der unzumutbaren hygienischen
Verhältnisse.
Teofila
Reich-Ranicki hat noch im Ghetto mit einer Serie grafischer Blätter
begonnen, die den alltäglichen Schrecken darstellen: Hunger, Terror,
Kampf um das Überleben, Deportation. |
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| Teofila
(genannt Tosia) Reich-Ranicki, geborene Langnas, stammt aus Lodz, wo sie
am 12. März 1920 geboren wurde. Nach dem Abitur im Jahre 1939 sollte
sie in Paris Kunst und Kunstwissenschaft studieren, was der
Kriegsausbruch unmöglich machte. Im Dezember 1939 floh sie mit ihren Eltern aus Lodz, das unmittelbar an das Reich angegliedert wurde, nach Warschau. Dort lernte sie ihren künftigen Mann Marcel Reich-Ranicki kennen. Im November 1940 musste sie in das neu eingerichtete Warschauer Ghetto umziehen und betätigte sich dort als Grafikerin. In dieser Zeit entstand ein grosser Teil der ausgestellten Bilder aus dem Ghetto. Am 22. Juli 1942, dem Tag, an dem die Deportationen der Warschauer Juden nach Treblinka begannen, heiratete sie Marcel Reich-Ranicki. Zusammen mit ihm konnte sie Anfang Februar 1943 aus dem "Restghetto" in den "arischen" Teil der Stadt fliehen. Sie überlebten im Untergrund. Nach 1945 studierte Theofila ein Semester an der Warschauer Kunsthochschule. Danach arbeitete sie in der Polnischen Presse agentur und im Polnischen Rundfunk. 1948 verliess sie zusammen mit ihrem Mann Polen und lebt seitdem in der Bundesrepublik Deutschland. In der sechziger Jahren übersetzte sie einige Kinderbücher und Filmskripte aus dem Polnischen ins Deutsche. Sie hat einen Sohn, Andrew Ranicki, der 1948 geboren wurde. Er ist Professor für Mathematik an der Universität Edinburgh. . |
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| Beiheft
zur Ausstellung: Teofila Reich-Ranicki. Bilder aus dem Warschauer Ghetto, hrsg. vom Jüdischen Museum der Stadt Frankfurt am Main, Offenbach 1999 |
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