STADTMUSEUM HAGEN
7. Februar - 11. April 1999
Eine Ausstellung des Westfälischen Museumsamts in Münster
in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Geschichtswissenschaft
und Philosophie der Universität Bielefeld |
Feiern
Sie gerne ein Fest? "Natürlich!" werden Sie sagen. Vereins-, Dorf- und
Stadtjubiläen, Karneval, Schützen- und Erntedankfeste machen Freude. Aber was haben
Feste mit dem Nationalsozialismus zu tun? In den Jahren 1933 bis 1945 herrschten
bekanntlich Terror und Zwang. Doch auch in dieser Zeit wurde gefeiert. Ein großer Teil der Bevölkerung begrüßte den Beginn eine neuen,
vermeintlich besseren Zeit und dessen "Hoffnungsträger" Adolf Hittler mit einem
Festfeuerwerk. Die Begeisterung spiegelte sich in Reden und Liedern, im Häuser- und
Straßenschmuck sowie in der Gestaltung der Festwagen wider.
Vielen erschien Hitler als Retter in der Not. Die
Verehrung seiner Person nahm religiöse Formen an. Doch die anfängliche Euphorie ließ
nach. Die Nationalsozialisten griffen stärker in die Festabläufe ein, erfanden neue
feierwürdige Anlässe und nutzten althergebrachte Feierlichkeiten für ihre Zwecke. Der
Hitler-Mythos, jener Glaube an die Ausstrahlung und Fähigkeiten des "Führers",
bedurfte einer permanenten Bestätigung.
Historische Fotos und Dokumente geben Einblicke in
die Festkultur westfälischer und lippischer Städte und Gemeinden während des
Nationalsozialismus, sie zeigen offizielle Dramaturgie und individuelle Mitwirkung an
öffentlichen Festlichkeiten dieser Zeit. |
Zur Ausstellung sind erschienen:
Werner Freitag (Hg.):
Das Dritte Reich im Fest. Führermythos, Feierlaune
und Verweigerung in Westfalen 1933-1945. Bielefeld 1997
DM 35,-"Freut euch des
Lebens"
Das Dritte Reich im Fest 1933-1939
VHS-Video
DM 39,-
Buch und Video erhältlich im
Museumsshop |