Das "Dritte Reich" und der Zweite Weltkrieg sind an der Schwelle zum 21. Jahrhundert historische Epochen der deutschen, europäischen und Weltgeschichte. Doch die Rückwirkungen dieser zwölf Jahre nationalsozialistischer Diktatur haben das restliche Jahrhundert geprägt und werden sicherlich auch die folgenden Jahrzehnte beeinflussen.

Die Spuren von Nationalsozialismus, Krieg, Fremdenhass, menschenverachtender Politik und Holocaust haben sich tief in das Gedächtnis der unmittelbar betroffenen Menschen eingegraben. Die Kontroversen um das Holocaust-Denkmal in Berlin, die  Auseinandersetzungen um die "Wehrmachtsausstellung" oder die vielen Affairen um Banken und Versicherungen, die am Holocaust und der Arisierung partizipiert haben, bestimmten gerade im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhundets das politische und gesellschaftliche Leben im Nachkriegs-Deutschland.

Doch die in Deutschland seit der frühen Nachkriegszeit als "Vergangenheitsbewältigung" umschriebene Auseinandersetzung mit dem "Dritten Reich" berührt nicht nur die "grosse" Geschichte. Sie greift auch tief in die  Regional- und Lokalgeschichte sowie in die persönlichen   Biographien zahlreicher Menschen ein. Für viele Menschen ist der Museums- und Ausstellungsbesuch erstmalig auch der Anlass für eine individuelle Neubewertung ihrer eigenen Vergangenheit. Festgefahrene Vorstellungen, oft mühsam zurechtgelegte Erklärungen für das Unfassbare, müssen neu interpretiert, Zusammenhänge in der persönlichen Biographie rekonstruiert und neu gedeutet werden.

Diese Seite soll anhand der Stadt und Region Hagen einzelne Aspekte der "Vergangenheitsbewältigung vor Ort" aufzeigen.


Deportation der Hohenlimburger Juden;
23.4.1942, vor der Synagoge

 

 


Prozess gegen Mitglieder der rechtsextremen Hagener
"Bewegung Reich", Dortmund, 18.5.1953

Die Täter: Biographien von führenden Nationalsozialisten im Ruhrgebiet

Die "Heimatfront": Hagen im Zweiten Weltkrieg

Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen: Arbeiten für die Kriegsrüstung 1939 - 1945